| Wir fanden es schade das wir immer nach Hinwil, Dübendorf oder gar in die Stadt fahren mussten, nur damit die Post abging. Was wir dagegen gemacht haben? Natürlich nichts. Wir haben immer wieder davon gesprochen wie cool es doch sein müsste, doch gemacht haben wir nichts. Selbst habe ich im Gastgewerbe Koch gelernt und später an einer Bar gearbeitet. Gegen Ende der Lehrzeit, als ich mir die 30 jährigen Köche so angeschaut habe, wurden meine Gedanken ein Pub zu eröffnen doch immer konkreter weil ich so wie Die, nie rauskommen wollte. Für mich habe ich immer wieder Gedanken und Pläne für ein Pub gemacht, doch irgendwie glaubte ich das dies Utopie ist. Was will ich 20 jähriger Schnudderi denn ? Geld habe ich ja auch keines, das schaff ich eh nie. Es blieb ein Wunschtraum. Doch im Zuge dieser Gedanken, die ich mir immer wieder machte, hatte ich eines Nachts einen Traum. In diesem Traum war ich Besitzer eines eigenen Pubs, ich habe geträumt das dies mein eigener Laden ist. Am nächsten Tag mochte ich mich noch visuell erinnern, das es eine Leuchtschrift gegeben hat auf der Dante stand. Ob die rot war oder nicht weiss ich nicht mehr. Es passierte nichts. Im Februar 1992 flog ich mit einem Visum für ein halbes Jahr zum Sprachaufenthalt nach San Diego. Dieser Aufenthalt war super, obwohl ich nicht so viel zur Schule ging wie ich es mir vorgenommen habe, nein es war gar so, das ich zum Schluss die Schule geschmissen habe, denn Englisch habe ich auch bei der täglichen Kommunikation gelernt. Die Amis in San Diego haben mich super aufgenommen. Nach einiger Zeit in San Diego habe ich mir ein Auto gekauft und machte mich auf den Westen zu befahren. Nach den Destinationen Las Vegas, Los Angeles und San Francisco machte ich mich auf Richtung Osten. Auf diesem Wege wurde ich in einen schweren Autounfall verwickelt, welcher mich in El Paso ins Spital brachte. Ich lag schwer verletzt im Krankenhaus, spürte meine Beine nicht mehr, so das einige Behandlungen angesagt waren. Die Amibehörden haben folglich mit Schweizer Ärzten und Versicherungen Kontakt aufgenommen. Die Schweizer haben sich schnell entschieden, ich musste zurück in die Schweiz weil die Heilungskosten in den Staaten ca. ein dreifaches der Schweizer Kosten betragen. Einen Monat später landete ich prompt in Zürich Kloten. Noch schwer gezeichnet vom Unfall, mit gebrochenen Rippen, kaputter Lunge, Schleudertrauma und kaum zu Hause angekommen eröffnet mir mein Vater, das der Pächter des Restaurant "Tannenbaum" das Restaurant auflösen will, es sein nun zu haben. Er meinte weiter, das ich doch immer gesagt habe man müsse in Pfäffikon was machen, jetzt hast Du die Gelegenheit, sagte er. Ich überlegte nicht lange und setzte mich ganz anonym in den Tannenbaum, machte erste Skizzen wie ich mir das vorstellen würde. Ich glaubte weiterhin an meine Idee, meinen Traum und vereinbarte einen Termin mit dem Besitzer des Tannenbaums. Das war im Juni / Juli 1992. Mit grossem Erstaunen habe ich dann festgestellt, das ich in die engere Auswahl gekommen bin und musste nach Zürich zu den Immobilienfritzen um meine Idee, meine Vorstellung vom zukünftigen Tannenbaum / Dante Pub vorzutragen. Das ich die Immobilienfirma mit meiner Idee überzeugen konnte bereitete mir grosse Freude und nach Unterzeichnung des Vertrags ging es ans Eingemachte. Am 25. September 1992 erfolgte die Schlüsselübergabe und dann ging es Schlag auf Schlag. Mit allen meinen Kollegen von da zu mal haben wir angefangen das Pub einzurichten. Von einer professionellen Firma liessen wir eine Bar bauen. Dartscheiben und dergleichen stellten wir alles selbst. Wir arbeiteten Tag und Nacht und setzten dann den ersten Eröffnungstermin auf anfangs Oktober fest. Doch kaum gesetzt haben wir den Termin auf Mitte November verschoben. Es zeigte sich hier das wir als Anfänger das ganze noch schön unterschätzen. Eines Tages kam dann Stefano zu mir und fragte wie der Laden denn eigentlich heissen soll. Ich fing an zu überlegen und sagte Ihm: "Keine Ahnung". Ich war total überfordert denn einen neuen Namen brauchten wir. Tannenbaum, dachte ich, das kanns ja nicht sein, in einer so alten Suppe wollen wir nicht weiter paddeln. Da meinte Stefano weiter:" Du hast mir doch vor zwei oder drei Jahren von Deinem Traum erzählt, was hast Du damals gesagt? Dante, Dante Pub oder Dante Bar? Jetzt hast Du die Gelegenheit deinen Traum Wirklichkeit werden zu lassen." Er hat völlig recht dachte ich, meinen Traum zu verwirklichen das ist eine coole Sache. Dante ist ein guter Namen, nicht wie dieses englische Pick Wick, Nelson, Churchill und wie Sie alle hiessen. Es fuhren ja damals alle auf der selben Schiene. Soweit so gut. Ich wusste wohl jetzt wie der Laden heissen soll, aber ein Logo, ein Schriftzug fehlte noch immer. Wir machten uns auf zu Peo Cello. Er war jemand den ich dazumal noch nicht so gut kannte, er war ein Kolleg eines Kollegen eines ja Ihr könnt Euch das so etwa vorstellen. Peo Cello ist ein begabter Künstler welcher graphisch gut ist, einer welcher Bilder malt und später im Dante Pub auch Vernissagen hatte. Wir haben Peo vom Namen Dante Pub erzählt mit der bitte uns doch in den nächsten Tagen ein paar Logo und Schriftzugvorschläge zu unterbreiten, von welchen wir dann einen auswählen werden. Gesagt getan meldete sich Peo drei Tage später und präsentierte uns die Dante Pub Vorschläge. So ist das Logo, die Schrift entstanden. Bis heute habe ich es keinen Tag bereut das der Laden Dante heisst, nein im Gegenteil wer den Namen nach anfänglichen Schwierigkeiten mal Intus hatte der vergass Ihn nie mehr. Auch der Pinguin, das Markenzeichen des Dante gibt es mittlerweile in der dritten Auflage. Etwas kecker, frecher, moderner und immer hat es Peo Cello umgesetzt. Schliesslich gerieten wir wieder in Verzug und konnten das Pub mit würgen und brechen schlussendlich am 19. Dezember 1992 eröffnen. Diese Eröffnung war speziell. Es gab keine Angestellte. Es waren diverse Freunde von mir die mitgeholfen haben. Ohne die grosse Mithilfe all dieser Freunde wäre ich, beziehungsweise das Dante Pub heute nicht da wo wir sind. Stefano hat ein halbes Jahr nach der Eröffnung seinen Job an den Nagel gehängt und ist bei mir voll eingestiegen. Er leistete die folgenden 6 Jahre mit viel Herzblut mehr als man eigentlich von einem Mitarbeiter erwartet. Das Stefano nach sechs Jahren Dante Pub zu neuen beruflichen Ufern aufgebrochen ist war für mich gut nachvollziehbar und dennoch habe ich gedacht:" Was mach ich jetzt?" Doch auch da gab es eine Lösung, die Lösung hiess Pitsch und auch er hatt sich mit seinem ganz eigenen Stil "unsterblich" gemacht im Dante. Anfang März 2006 gab es dann neue "Kräfteverhältnisse" im Pub - der Stv - job wurde auf mehrere Schultern verteilt .Nicole,Elvira und Fränzi teilten sich,diesen doch nicht so ganz einfachen Part und das klappte wunderbar mit der "Weibermafia" im Dante!! Seit dem 1. Januar 2008 sind wir in Sachen Geschäftsführung wieder "back to the root’s" gegengen.Andrea ist zurück im Dante. Weil ich letztes Jahr stolzer Vater einer Tochter wurde, bin ich nun nicht mehr 6 - 7 Tage im Pub anzutreffen. Aus diesem Grund hatt Andrea den Status einer Geschäftsführerinn und sie managt das Dante Pub ganz in meinem Sinne, mit Ihrer eigenen persönlichkeit!! Danke Andrea, das Du da bist ! ! ! Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Mitwirkenden ob im Vorder- und Hintergrund ganz herzlich für Ihre Mithilfe, Ihren Einsatz und Ihr Herzblut bedanken. Grossen Dank meinem Personal ohne das ich nichts wäre. Sie alle,auch die Aushilfen sind wirklich absolut Top. Einen ganz besonderen Dank an alle Mitwirkenden der ersten Stunden und natürlich auch EUCH Gästen,denn nur mit Euch funktioniert das ganze ja erst!!! - hey eifach DAANKEE!! So ist das Dante Pub entstanden und wird hoffentlich noch viele weitere Jahre bestehen bleiben. Noldi Gubler Inhaber Dante Pub
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